18.04.2021

Leipziger Streichtrio | 15:00 Uhr | 16:30 Uhr

Photo: Emre Basak

Adrian Iliescu, Violine
Atilla Aldemir, Viola
Rodin Moldovan, Violoncello

Programm:

Haydn Streichtrio Op. 53
Schubert Streichtrio B-Dur D 581
Pause
Dohnanyi  Serenade für Streichtrio Op.10

Ionel Adrian Iliescu wurde 1981 in Bukarest geboren. Er schloss sein Studium an der Musikhochschule Lübeck im Jahre 2006 bei Professor Christiane Edinger mit einem Diplom ab. Danach studierte er bis 2010 im Studiengang Konzertexamen an der Musikhochschule Hamburg bei Professor Kolja Blacher. Kammermusikalische Erfahrungen sammelte er bei Professor Walter Levin, dem Primarius des Lasalle Quartetts.
lonel Adrian Iliescu errang zahlreiche Preise und Auszeichnungen im In- und Ausland. Er erhielt den ersten Preis beim internationalen Wettbewerb „Jeunesse Musicale“ in Bukarest (1996), den ersten Preis des internationalen Wettbewerbs „Citta di Stresa“ in Italien und 1997 den Förderpreis des internationalen Wettbewerbs für junge Geiger „Takasaki“ in Japan. 2006 wurde Adrian Iliescu mit dem Lübecker Furtwängler Preis ausgezeichnet.
Adrian Iliescu besuchte Meisterkurse bei Prof. Michele Auclair, Sachar Bron, Ruggiero Ricci, Wolfgang Marschner, Donald Weilerstein und Kolja Blacher. Konzertauftritte führten Ionel Adrian Iliescu durch Deutschland, Frankreich, Italien, England, Peru, Polen und Rumänien.
Adrian Iliescu nahm als Leiter des Stuttgarter Kammerorchesters und der Hamburger Symphoniker an diversen Tourneen und Festivals in Asien Südamerika und Deutschland teil. 2018 und 2019 spielte Adrian Iliescu beim Martha Argerich Festival in Hamburg.

Atilla Aldemir, 1975 in Istanbul gebürtig, erhielt seine musikalische Ausbildung am Staatlichen Konservatorium der Mimar Sinan Universität Istanbul. 1994 ging er nach Deutschland, um an der Hochschule für Musik Detmold bei Prof. Lukas David zu studieren. Nach der Künstlerischen Reifeprüfung setze er 1999 seine Studien bei Prof. Mintcho Mintchev an der Folkwang-Hochschule Essen fort und bestand dort 2002 sein Konzertexamen mit Auszeichnung. Wertvolle künstlerische Impulse erhielt er von Barbara Górzynska und Prof. Matthias Maurer.
Atilla Aldemir erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den GWK-Förderpreis Musik 1998  Münster, den 1. Preis beim Violin-Wettbewerb Istanbul 2000 und 2002 den Folkwangpreis der Folkwang Universität. Er ist Preisträger des VIII. Internationalen Vaclav-Huml-Violin-Wettbewerbs Zagreb 2005 und erhielt 2006 einen Sonderpreis beim 25. Internationalen Wettbewerb „Rodolfo Lipizer Preis“ in Gorizia/Italien für seine „Leidenschaft für die Musik“ und sein „starkes künstlerisches Temperament“. 2007 wurde er beim XIV. Internationalen Johannes Brahms Wettbewerb mit dem 2. Preis im Fach Violine und zwei Sonderpreisen ausgezeichnet. 2011 wurde ihm als bester türkischer Interpret eines Streichinstruments der Donizetti Preis zuerkannt.
Konzertreisen führten Atilla Aldemir in zahlreiche europäische Länder, die USA, Israel und Ägypten. Er gastierte in Konzertsälen wie der Berliner Philharmonie, dem Wiener Konzerthaus, dem Musikverein Wien, der Dresdner Semperoper, dem Leipziger Gewandhaus. Darüber hinaus konzertierte er als Solist u. a. mit der Camerata Salzburg, dem Orchestre National Bordeaux Aquitaine und dem Opéra Orchestre National Montpellier, den Zagreber Philharmonikern, dem Konzerthaus Kammerorchester Berlin, dem MDR Sinfonieorchester Leipzig, der Borusan Philharmonie und dem Bilkent Symphonieorchester.
Als Solist arbeitete er u.a. mit den Dirigenten Ivan Fischer, Kristjan Järvi, Lawrence Foster, Alexander Rahbari und Sascha Goetzel zusammen. Zu seinen Kammermusikpartnern gehören neben Itamar Golan u.a. Fazil Say, Polina Leschenko und Jeremy Menuhin.
Seit April 2017 ist Atilla Aldemir Solo-Bratschist des MDR-Sinfonieorchesters (Mitteldeutscher Rundfunk) in Leipzig. Er spielt eine Peregrino di Zanetto Bratsche aus dem Jahre 1560 und eine J.B. Vuillaume Violine aus dem Jahre 1840, die ihm freundlicherweise vom Förderkreis International Tätiger Türkischer Unternehmer finanziert wurde.

Rodin Moldovan wurde 1964 in Iasi, Rumänien, geboren.
Er studierte an der Musikschule „George Enescu“ in Bukarest. Seine Ausbildung setzte er am Konservatorium „C. Porumbescu“ bei Prof. Aurel Niculescu fort und schloss seine Studien am Konservatorium „Santa Cecilia“ in Rom bei Prof. Radu Aldulescu und Prof. Maggio Ormezowsky ab. Besonders prägend für Rodin Moldovan war die Teilnahme am Meisterkurs des weltberühmten Cellisten Mstislav Rostropovich.
Gleich nach seinem Studium am Konservatorium „Santa Cecilia“ wurde Rodin Moldovan Solocellist im Theater „Massimo“ in Palermo, anschließend im Sinfonieorchester Siciliana Palermo und im Orchester „Arturo Toscanini“ in Parma. Seit 1993 ist Rodin Moldovan der erste Solocellist des MDR Sinfonieorchesters Leipzig.
Als Solist spielte er unter der Leitung von Heinz Rögner (Tschaikowsky Rokoko-Variationen), unter der Leitung von Daniel Nazareth (Cellokonzert von Schumann und das Doppelkonzert von Brahms) und unter der Leitung von Marcello Viotti (Bruch „Kol Nidrei“). Mit dem Dirigenten Adrian Sunshine spielte er Honeggers Cellokonzert, mit Jun Märkl Lalos Cellokonzert und mit Fabio Luisi Richard Strauss Don Quixote und Elgars Cellokonzert, das live im deutschen, französischen und schweizerischen Rundfunk übertragen wurde.
Rodin Moldovan ist ein gefragter Kammermusiker. Seine Partner waren Alexander Paley und Mihaela Ursuleasa. Als Mitglied des Trio „Sergiu Celibidache“ gab er ein Konzert für das spanische Königshaus in Madrid auf den berühmten Boccherini-Instrumenten aus dem Besitz des Königshauses. CD-Aufnahmen mit Schumanns Cellokonzerts und Friedrich Guldas Cellokonzert dokumentieren das meisterliche Cellospiel von Rodin Moldovan.
Konzerte führten Rodin Moldovan in die USA, nach Japan, China, Südkorea, Frankreich, Italien, Rumänien, England, Österreich, Spanien und nach Deutschland.
Rodin Moldovan spielt ein Instrument von Caspar Strnad 1818 (Prag).